Das Magenssystem der Kühe, wichtig für die optimale Fütterung

Die vier Mägen einer Kuh bilden ein komplexes System, welches für die Verdauung des Futters notwendig ist. Damit eine Milchkuh gesund bleibt und eine hohe und gute Milchleistung bringt, ist eine gesunde Ernährung unabdingbar. Dazu gehört auch, dass die Kuh ausreichend Möglichkeiten zum Wiederkäuen hat. Denn nur so wird der ph-Wert im Pansen im günstigsten Bereich gehalten. Ohne Raufutter beispielsweise würde es zu einer Versauerung kommen. Im schlimmsten Fall arbeitet der Pansen nicht mehr und die Kuh kann keine gute Milchleistung mehr bringen, da wichtige Nährstoffe fehlen. Mehr Informationen dazu gibt es auch auf www.agrarnetz.com/thema/milchkuehe.

 

Der erste Magen der Kuh wird Pansen genannt. Über die Speiseröhre gelangen die unzerkauten Futtermittel in diesen Magen. Der Pansen ist für die Nährstoffversorgung der Milchkühe sehr wichtig. Denn durch das Aufschließen von Raufutter werden diese freigesetzt. Damit das möglich ist, hat eine Kuh in ihrem Magen circa 7 Kilogramm Einzeller und Bakterien. Sie bereiten das normalerweise schwer verdauliche Futter, wie beispielsweise auch Maissilage, bestmöglich für die Verdauung vor.

 

Ist der Prozess abgeschlossen gelangt das Futter vom Pansen in den Netzmagen. Dieser hat die Fähigkeit sich sehr stark zusammenzuziehen. Dadurch wird ein Teil des Futters wieder in das Maul der Kuh zurückbefördert und kann von dieser zerkaut und länger gekaut werden. Man kann sich diesen Magen wie ein Sieb vorstellen, das nur sehr fein zerkleinerte Bestandteile der Nahrung in den Dritten, den Blättermagen durchlässt. Der Rest wird von der Kuh wiedergekaut.

 

Im Blättermagen kommt es dann zur wirklichen Aufnahme der Nährstoffe sowie von Natriumcarbonat und Wasser. Der vierte Magen ist der Labmagen, der am ehesten mit dem Magen des Menschen zu vergleichen ist. Er sorgt für die Eiweißversorgung. An das Magensystem der Kühe schließt sich dann das Darmsystem an. (Markus Fuchs)

 

 

 

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